Filiz Polat MdL

stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Migration und Flüchtlinge,
Pflege, Senioren, Denkmalschutz

Praktikant*innen-Blog

von Sina Mayer

Der letzte Tag...

26. Mai 2016

Heute ist mein letzter Praktikumstag. Die Zeit ist unheimlich schnell vergangen und trotzdem kann ich mich kaum noch an die erste Woche erinnern. In den letzten vier Wochen hatte ich viel Zeit mich intensiver mit tagespolitischen Themen auseinanderzusetzen. Dabei, ging es dabei oft um Flüchtlings- und Integrationspolitik, da das ja eines von Filiz‘ Aufgabengebieten und eines der beherrschenden Themen generell ist.

Ich war bei einigen interessanten Terminen dabei und auch wenn ich bei den ganzen Themensprüngen in Arbeitskreisen und Ausschüssen vielleicht nicht immer ganz mitgekommen bin, habe ich doch immer zumindest irgendeinen Denkanstoß oder eine neue Information mitgenommen. Ein Highlight in der Zeit war zum Beispiel das Sonderplenum am 4. Mai, in dem der Parlamentarische Untersuchungsausschuss eingesetzt wurde.

Außerdem konnte ich Filiz zu einer Sitzung der Kommission für Fragen der Migration und Teilhabe begleiten. Ich habe viele Abkürzungen gelernt: MS (Ministerium für Soziales), MK (Kultusministerium), MI, MJ, MU… Ich bin froh hier gewesen zu sein und möchte mich bei allen in der Fraktion und den Mitarbeiter*innen für die freundliche Aufnahme bedanken!

Wochenreihe: Wer ist denn hier los?!

26. Mai 2016

In den Fluren des Fraktionsbüros laufen allerlei sehr freundliche Menschen herum. Nicht alle davon sind Abgeordnete. Manche sind auch persönliche Mitarbeiter*in, so wie…

Wer bist Du?

Maria Gruber, ich bin Persönliche Mitarbeiterin im Abgeordnetenbüro von Regina Asendorf.

Was machst Du hier (Was hast du heute gemacht)?

Bislang hatte ich heute einen ganz typischen Tag: meistens geht’s los mit Telefonaten, Post und E-Mails – also allem, was die Bürokoordination und -kommunikation im Abgeordnetenbüro betrifft. Hinzu kommt die organisatorische und inhaltliche Vorbereitung (manchmal auch Begleitung) von Terminen und Veranstaltungen, Ausschüssen und Arbeitskreisen. Außerdem unterstütze ich Regina in ihren Fachbereichen Wasserpolitik und Europa sowie bei den dazugehörigen Plenarinitiativen.

Wie lange bist du schon hier und wie bist Du hierhergekommen?

Ich bin seit Ende 2014 in der Grünen Fraktion. Zu dem Zeitpunkt bin ich als Elternzeitvertretung in einem anderen Abgeordnetenbüro eingestiegen. Seit Anfang dieses Jahres bin ich nun in Regina Asendorfs Büro tätig. Berührungen mit grüner Politik gab es jedoch bereits vor meiner Tätigkeit als Mitarbeiterin. Die Landtagsfraktion habe ich zum Beispiel vor einigen Jahren als Praktikantin während meines Politikstudiums kennengelernt. 

Was ist Dein liebster grüner Gegenstand?

Hier im Büro ist es meine grüne Tasse, aus der ich meistens den Fraktionskaffee trinke. :-)

Danke!

Wochenreihe: Wer ist denn hier los?!

25. Mai 2016

In den Fluren des Fraktionsbüros laufen allerlei sehr freundliche Menschen herum. Nicht alle davon sind Abgeordnete. Manche sind auch Referent*innen, so wie…

Wer bist Du? 

Franzi Meusel. Ich bin Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bin auch stellvertretende Pressesprecherin und zudem noch Referentin für Medien und Netzpolitik.

Was machst Du hier (Was hast du heute gemacht)?

Heute habe ich Plakate für eine Fotoaktion erstellt, die Veranstaltungsreihe „Fraktion on Tour“ geplant und eine Menge telefoniert und Mails geschrieben. Sonst erstelle ich Publikationen, poste auf Facebook und Twitter, was hier so los ist und kümmere mich auch um Pressearbeit.

Wie lange bist du schon hier und wie bist Du hier her gekommen?

Seit über drei Jahren, also seit der Landtagswahl in 2013, bin ich schon in der Fraktion beschäftigt – angefangen habe ich allerdings mit einem Job als studentische Hilfskraft in der Presse- und Geschäftsstelle. Nach dem Studium wurde ich dann als Referentin eingestellt. Erste politische, grüne Luft habe ich beim Entwicklungsverband Niedersachsen geschnuppert. Beim Landesverband Niedersachsen habe ich dann neben dem Studium viel im Landtagswahlkampf gearbeitet und war auch mal sechs Monate in Berlin, für ein Praktikum in der Pressestelle des Bundesverbands.

Was ist Dein liebster grüner Gegenstand?

Im Büro mag ich unsere Pflanzen und den grünen Hocker sehr gern. :-)

Danke!

Wochenreihe: Wer ist denn hier los?!

24. Mai 2016

In den Fluren des Fraktionsbüros laufen allerlei sehr freundliche Menschen herum. Nicht alle davon sind Abgeordnete. Manche sind auch Gesprächspartner so wie:

Wer bist Du?

Marcel Duda

Was machst Du hier?

Als Sprecher der Grünen Jugend Niedersachsen war ich heute mit Filiz Polat verabredet, um über aktuelle migrationspolitische Fragen zu sprechen.

Wie lange bist du schon hier und wie bist Du hier her gekommen?

Ich bin seit vorletztem Jahr im Landesvorstand der Grünen Jugend, war aber schon vorher häufig in der Fraktion zu Gast, zum Beispiel als Praktikant von Julia Hamburg.

Was ist Dein liebster grüner Gegenstand?

Mein Igel-Anstecker im GJ-Design

Danke!

Die Arbeit der Abgeordneten

20. Mai 2016

Auch vor Abgeordneten macht der Druck, 24/7 erreichbar zu sein, nicht halt. Zusätzlich müssten sie immer über alles informiert sein und stünden, was ihr Verhalten und ihre Aussagen angeht unter großem öffentlichem Druck. Uns das nahezubringen, war Jonny bei der gestrigen Führung besonders wichtig.

Abgeordnete können sich ihre Zeit zwar bis auf Termine wie z.B. Plenarsitzungen frei einteilen, das bedeute aber nicht, dass sie dadurch besonders viel Freizeit haben. Im Gegenteil: Außerhalb der Ferien arbeiten Abgeordnete nach Jonnys Einschätzung oft 50, manchmal 60 oder in Spitzenzeiten sogar 70 Stunden! Die Arbeit der Abgeordneten gliedert sich in drei Teile: Parlamentsarbeit, Parteiarbeit und Wahlkreisarbeit. Besonders in eher kleinen Fraktionen, wie in der der Grünen, sind einzelne Abgeordnete oft für viele Themenbereiche zuständig, die in den größeren Fraktionen (SPD, CDU) unter mehreren Abgeordneten aufgeteilt werden.

Landtagsführung

Heute (19. Mai) hat Jonny Peter (Referent für Öffentlichkeitsarbeit) uns Praktikanten die erste Hälfte der Landtagsführung gegeben. Besonders unterhaltsam waren die Plakate im Sitzungssaal der Grünen, auf denen alle Fraktionen des niedersächsischen Landtags von Bündnis 90/Die Grünen seit 1982 vorgestellt werden. Auf den Fotos der Legislaturperiode von 1982-1986 sieht man noch ziemlich viele Bärte, Norwegerpullis und Latzhosen. In dieser Legislaturperiode sollten eigentlich alle grünen Abgeordneten der Mitte der Amtszeit ausgetauscht werden, der Landtagspräsident Brandes (CDU) wollte dies aber verhindern und klagte dagegen. Letztendlich können sich die Grünen durchsetzen und 5 der 11 Abgeordneten rotieren.

Die sehr unterhaltsame Geschichte der Fraktion kann man hier nachlesen.

Sozialverband Deutschland veröffentlicht Schwarzbuch

Heute (18. Mai 2016) hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) das schwarze Buch mit dem provokanten Untertitel „So gemein ist Niedersachsen“ vorgestellt. Das Buch enthält Geschichten von Menschen, die sich mit ihren Probleme an den SoVD gewandt haben. Dabei werden unterschiedliche Themen behandelt, von der Nichtbewilligung einer Kur bis zu der Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrags, da der blinde Kunde angeblich die Trainer und anderen Besucher psychisch belastet habe und außerdem nicht für seine Sicherheit garantiert werden könne. So ein Vorgehen widerspricht natürlich allen Inklusionszielen. In der Inklusion geht es schließlich darum, alle gesellschaftlichen Orte, also Fitnessstudio, Fußballstadion oder auch Universitäten, für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen.

Besonders überrascht war der SoVD auch davon, dass die Zahl der Hartz IV-Verfahren im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr kaum abgenommen hat, obwohl im letzten Jahr Änderungen an dem Hartz IV-Satz vorgenommen worden waren. Diese Änderungen sind also nicht ausreichend gewesen.

Der SoVD bietet als einer der ältesten sozialpolitischen Verbände Beratung in vielen Feldern, z.B. bei Fragen zur Rente, Krankenversicherung oder Hartz IV. Der Verband zählt zurzeit etwa 275.000 Mitglieder. Diese Zahl ist in den letzten Jahren konstant gestiegen.

Der Kultusausschuss diskutiert über das Mathe-Abitur

Heute (13. Mai) habe ich Julia Willie Hamburg in den Kultusausschuss begleitet. Es wurde vor allem über die Abiturprüfungen in Mathe diskutiert wurde, die laut den Schülern und auch den Lehrern zu schwierig, zu umständlich formuliert und zu umfangreich gewesen seien.

Sprecher des Kultusministeriums räumten ein, dass der Umfang der Aufgaben für die gegebene Zeit wohl nicht angemessen gewesen wäre, von der Schwierigkeit her entsprächen die Aufgaben aber auch nach erneuter Prüfung dem Lehrplan. Die Probleme sind sowohl im erhöhten Anforderungsniveau, als auch bei den Aufgaben für das grundlegende Anforderungsniveau aufgetreten.

Alle Fraktionen und auch das Kultusministerium konnten sich darauf einigen, dass es sich um eine ausgesprochen missliche Lage handelt. Die Ergebnisse der Prüfungen können für Schüler sehr wichtig sein, z.B. um den NC für ein Studienfach zu erreichen. Wie genau mit der Situation umgegangen werden soll steht noch nicht fest, wobei die Ministerin schon ankündigt, dass Überlegungen angestellt werden, die Noten anzuheben. Eine Wiederholung der Prüfungen ist nur schwer möglich und auch nicht gewünscht, da vermieden werden sollen, dass Schüler durch erneuten Lernstress für die Versäumnisse bei der Aufgabenerstellung bestraft werden. Über die neue Bewertungsskala zur Anhebung der Punkte soll aber erst nach Korrektur der Arbeiten entschieden werden. So kann zuerst abgeschätzt werden, wie sich das Ausmaß des Schwierigkeitsniveaus auf die Ergebnisse im Vergleich zu früheren Abiturjahrgängen ausgewirkt hat.

Das niedersächsische Mathe-Abitur besteht aus einem länderübergreifenden Teil im Zuge des Zentralabiturs (20%) und einem landesspezifischen Teil (80%). Letzterer setzt sich aus einem Hilfsmittelfreien (ca. 30 Minuten) und einem Teil zusammen, der mit Taschenrechner bearbeitet werden darf.

Erstellt werden die Aufgaben von aktiven Lehrern, die in dem jeweiligen Jahr keine Kurse unterrichten, die an den Abiturprüfungen teilnehmen. Danach werden die Aufgaben von einer Gruppe mit zum Teil wechselnden Mitgliedern nachgerechnet. Ein Teil der Aufgaben im Mathe-Abitur wurde von einer länderübergreifenden Kommission erarbeitet und war damit auch Bestandteil von Abiturprüfungen in anderen Bundesländern. An diese Aufgaben richtet sich die Kritik nicht.

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