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Auf 148.000 Tonnen in 2007 ist der Güterverkehr der Wittlager Kreisbahn angewachsen. Das erfuhren Vertreter der Grünen anlässlich eines Informationsbesuches von Geschäftsführer Jürgen Werner. "Damit hat es sich als richtig erwiesen, dass die Grünen sich 1997 gegen den Einstellungsbeschluss ausgesprochen haben", stellte Landtagskandidatin Filiz Polat fest.
Wesentlich beteiligt an der Steigerung gegenüber den ca. 35.000 Tonnen im Jahr 1997 seien die Firmen AGRO (Federkerne) und Yara (Düngemittel), berichtete Werner. Im vergangenen Jahr habe außerdem das Holzgeschäft infolge der Kyrill-Schäden zur guten Entwicklung der Tonnage auf der Wittlager Kreisbahn beigetragen. Begrüßt von den Grünen wurde die für dieses Jahr vorgesehene Wiederherstellung der Bahnverbindung nach Heddinghausen, wodurch die sich abzeichnende Gewerbenutzung im Umfeld des ehemaligen Luftwaffenlagers sowie die Region Espelkamp für die Wittlager Kreisbahn erschlossen werde.
Als Chance für die Schiene sahen die Ratsvertreter der Grünen, Müinever Stucke (Bohmte) und Dr. Joachim Lücht (Bad Essen) den geplanten Kies- und Sandabbau im Altkreis Wittlage. Interesse signalisierte Werner auf die Frage nach dem Bahntransport im Zusammenhang mit einem möglichen Holzheizkraftwerk. Obwohl derzeit nicht genutzt, bleibe auch die Strecke ins Schweger Moor für zukünftige Möglichkeiten erhalten.
Werner berichtete auch über die Tätigkeit der Verkehrsbetriebe Landkreis Osnabrück (VLO) mit 25 Bussen im Altkreis Wittlage sowie die Anpachtung der Bahnstrecke Osnabrück-Dissen bis zum Jahr 2029 mit der erfolgreichen Reaktivierung des "Haller Willem". Einig war er sich mit den Vertretern der Grünen, dass der Schienenverkehr ausreichend gut ausgestattet werden müsse, um die in den nächsten Jahren zu erwartenden Steigerungen insbesondere im Güterbereich bewältigen zu können.
Probleme bereitet der Wittlager Kreisbahn die Anschaffung neuer Busse, nachdem die Fördergelder vom Land gekürzt wurden. Dass Niedersachsen die gekürzten Regionalisierungsmittel des Bundes nur zu einem Teil aus den erhöhten Umsatzsteuereinnahmen ausgeglichen habe, kritisierte die Landtagsabgeordnete Filiz Polat. Es müsse Sorge dafür getragen werden, daß die gute Qualität der Busflotte erhalten bleibe.