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7. März 2008

Situation der Bramscher Schulen

Die Grünen besuchen die Hauptschule Bramsche

Die Grüne Rats- und Ortsratsfraktion hat mit dem Besuch der Hauptschule eine Reihe von Besuchen bei allen Schulen im Bramscher Stadtgebiet begonnen.

Im Gespräch mit Schulleiter Wilhelm Lampe konnten sich der Fraktionsvorsitzende Dieter Sieksmeyer, Annette Specht, Ilka Marlen Holtgrave (Ortsrat) und Filiz Polat über den derzeitigen Zustand der Hauptschule informieren, die seit 2006 Ganztagsschule für die fünften, sechsten und siebten Klassen ist. Wilhelm Lampe, der seit eineinhalb Jahren die Hauptschule leitet, machte zu Beginn sehr deutlich, dass die Schule mit ihren zwei Standorten nicht optimal aufgestellt ist: "Wir können durch diese Teilung den Schülern als Ansprechpartner nicht immer zur Verfügung stehen. Das ist für mich der größte Nachteil neben dem ständigen Pendeln der Lehrer zwischen den Standorten Innenstadt und Gartenstadt."

Auf die Frage von Filiz Polat, wie sich die Situation der Hauptschule Bramsche nach der allgemein rückläufigen Nachfrage dieser Schulform darstelle, berichtete der Schulleiter, dass die fünften und sechsten Klassen noch zweizügig seien, was aber durch die Rückläufer aus den anderen Schulformen ab der siebten Klasse wieder zu einer Drei-Zügigkeit führen werde. Für die gewünschte Zusammenfassung der Hauptschule an einem Standort fehlten an der Heinrichstraße gegenwärtig fünf Klassenräume.

Insgesamt werden zurzeit 344 Kinder und Jugendliche unterrichtet, davon 115 am Standort Gartenstadt. Nach einer Begehung der Räumlichkeiten sei deutlich geworden, dass eine dringende Verbesserung der Ausstattung in bestimmten Fachgebieten erforderlich sei, sagte Dieter Sieksmeyer und bekräftigte, dieses Anliegen mit auf die politische Tagesordnung zu setzen, insbesondere im Hinblick auf notwendige Ausstattungsergänzungen in den Fächern Physik, Chemie und Biologie. Der 49-jährige habe sogar noch einige Utensilien aus seiner eigenen Schulzeit erkannt.

Die PolitikerInnen zeigten sich erfreut, dass die Initiative zur Bezuschussung von Lernmitteln und Mittagessen für bedürftige Kinder, die die Grünen maßgeblich mit angestoßen haben, auf Zustimmung des Schulleiters gestoßen sei. Filiz Polat bat zu berücksichtigen, dass auch die im Förderunterricht der Hauptschule in der Außenstelle Hesepe der Zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde beschulten Kinder von den Zuschüssen zu den Lernmitteln profitieren müssten.

Abschließend betonte Filiz Polat, die neben ihrem Ratsmandat auch Mitglied des Niedersächsischen Landtags ist, den engen Kontakt zu den Bramscher Schulen intensivieren zu wollen: "Ich möchte deutlich machen, dass ich Ansprechpartnerin für die Sorgen und Anliegen der Lehrer und Lehrerinnen, Eltern, Schüler und Schülerinnen in Sachen niedersächsische Bildungspolitik bin. Die Rückmeldungen der regionalen Abgeordneten aus den Kommunen über die Auswirkungen der bisherigen Schulpolitik nach Hannover sind sehr wichtig, um Fehlentwicklungen entgegen zu steuern." Annette Specht als Mitglied des Schulausschusses der Stadt Bramsche ergänzte: "Die Stadt ist Trägerin der Schulen. Als Ratsmitglied vor Ort müssen wir uns ein intensives Bild über die aktuelle Situation, vor allem aber auch über die zukünftige Entwicklung möglicher Standorte machen."