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Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages der Stiftung Lesen besuchte Filiz Polat am Donnerstag die Realschule Bramsche. Die in Mainz ansässige Stiftung hatte auch in diesem Jahr wieder bundesweit alle Parlamentarier gebeten, mit ihrer Beteiligung an der Aktion für das Vorlesen zu werben.
"Ich habe in einer neunten Klasse die reale Fluchtgeschichte eines jungen Mädchens aus Afghanistan vorgelesen. Die Geschichte ist dem Buch 'Vom Fliehen und Ankommen – Flüchtlinge erzählen', Herausgeber Pro Asyl, entnommen", sagte Polat. Die junge Autorin Paimana Heydar, die 1989 aus Afghanistan geflohen und später in Deutschland einen Asylantrag gestellt hat, schreibt selber dazu: "Ich habe den Krieg überlebt, bin jetzt aber ein Mensch 2. Klasse".
Im Anschluss besuchte Filiz Polat den Kindergarten Hesepe und las dort in zwei Gruppen vor. Für die ca. Zweijährigen hatte die Kindergartenleitung "Luzie und Löttchen gehen aufs Töpfchen" von Dagmar Geisler empfohlen und für die etwas älteren "Rabea und Marili" von Annette Pehnt.
Die Aktion solle für das Vorlesen werben, weil lediglich ca. 1/3 der Eltern noch die Zeit finde, ihren Kindern regelmäßig vorzulesen, so Polat. Dieser Mangel sei in späteren Jahren nur noch schwer aufzuholen.
"Durch das Vorlesen kindgerechter Geschichten entstehen die Bilder im Kopf. Dadurch wird die Fantasie der Kinder ganz anders angeregt, als durch Bilder im Fernsehen", betonte die Grünen-Politikerin.