Filiz Polat, MdL

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13. Januar 2009

Polat: Kindergelderhöhung muss auch armen Kindern zugute kommen

Die Landtagsgrünen kritisieren, dass Kinder aus armen Familien nicht von der im Bund beschlossenen Kindergelderhöhung profitieren. Die Bramscher Abgeordnete Filiz Polat sprach von einer "sozialpolitisch verfehlten Maßnahme". "Bei MinisterInnen und anderen gut Verdienenden kommt die Zahlung an, während den Armen das Kindergeld als Einkommen von den Regelsatzleistungen abgezogen wird", sagte die Grünen-Politikerin.

Bündnis 90/Die Grünen werden in der Januar-Sitzung des Landtages die Landesregierung mit einem Entschließungsantrag auffordern, dem Votum der Ländersozialminister Taten folgen zu lassen und im Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Nichtanrechnung der Kindergelderhöhung auf die Regelsätze einzubringen. Außerdem könne und müsse das Land die Regelsätze der Sozialhilfe in eigener Zuständigkeit um den Betrag der Kindergelderhöhung anpassen. Polat: "In Niedersachsen lebt jedes fünfte Kind in Armut. 10 beziehungsweise 16 Euro mehr für diese Kinder wären wenigstens eine kleine Verbesserung der Situation."

Angesichts der hohen Kinderarmut und der Weigerung der Bundesregierung, die völlig unzureichenden Regelsätze für Kinder von ALG II-BezieherInnen neu berechnen zu lassen, könne die Nichtanrechnung der ab 2009 geplanten Kindergelderhöhung wenigstens ein kleines Zeichen zur Entlastung der von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien sein.

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