Filiz Polat, MdL

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1. März 2009

Kampfansage an Integrierte Gesamtschulen

Scharfe Grünen-Kritik am Kabinettsbeschluss zum G 8 an Gesamtschulen

Der Beschluss des Landeskabinetts, künftig auch an Integrierten Gesamtschulen das Abitur nach Klasse 12 vorzuschreiben, ist bei den Grünen auf scharfe Kritik gestoßen.

"Aus ideologischer Borniertheit soll hier eine Schulform kaputt gemacht werden, die bei den Eltern auf große Zustimmung stößt. Die Eltern wollen die Integrierte Gesamtschule, weil der Weg zum Abitur länger offen gehalten und nicht bereits im Alter von 10 Jahren mehr oder weniger endgültig über den Schulweg der Kinder entschieden wird. Mit einem Abitur nach Klasse 12 wird das pädagogische Konzept der Integrierten Gesamtschule kaputt gemacht und genau das beabsichtigt Ministerpräsident Wulff", sagte die Bramscher Landtagsabgeordnete Filiz Polat.

Nach der Aufhebung des Neugründungsverbotes von Gesamtschulen hätten Elterbefragungen in vielen Regionen einen sehr hohen Bedarf an neuen Gesamtschulplätzen ergeben. Zum Teil hätten sich über 50% der beteiligten Eltern für die Integrierte Gesamtschule ausgesprochen, erläuterte Polat.

"Das hat man im Elfenbeinturm der Staatskanzlei und des Kultusministeriums nicht erwartet. Diese Elternbefragungen und die vielen Anträge der Schulträger auf Einrichtung neuer Gesamtschulen sind natürlich ein Schlag ins Kontor der Heilsprediger des gegliederten Schulwesens. Statt endlich den Elternwillen ernst zu nehmen, will man diesen Initiativen jetzt das Wasser abgraben. Das ist eine schulpolitische Kampfansage sondergleichen", erklärte Filiz Polat.

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