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2. Dezember 2009

Bauverbot von Minaretten Zeichen für wachsende Angst vor dem Islam

Filiz Polat wirbt für ehrlichen Umgang mit dem Islam

Die migrationspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Filiz Polat, zeigte sich besorgt über die Entwicklung im Umgang mit dem Islam. Sie befürchte, das Bauverbot von Minaretten nach der Volksabstimmung in der Schweiz könnte auch eine Mehrheit unter den Deutschen finden. "Muslime in Niedersachsen sind leider nicht immer willkommen. Die Unsicherheit in der Bevölkerung wächst. Dabei verstärken verdachtsunabhängige Kontrollen vor Moscheen wie sie in Niedersachsen durchgeführt werden diese Tendenzen", sagte Filiz Polat.

Die Grünen im Landtag forderten einen ehrlichen Umgang mit dem Islam. Es sei widersinnig und wirke verunsichernd auf die Bevölkerung und insbesondere die Muslime, dass auf der einen Seite mit dem Modellversuch zum islamischen Religionsunterricht an Grundschulen den Muslimen die Türen geöffnet und auf der anderen Seite durch Massenkontrollen nach dem Freitagsgebet die Türen wieder zugeschlagen würden. Der Übergriff in Göttingen auf eine muslimische Studentin sei ein Beispiel für die wachsende Islamophobie.

"Der Staat muss Aufklärung leisten und den islamophoben Tendenzen in der Gesellschaft entgegen wirken", so Filiz Polat. Die Wanderausstellung "Muslime in Niedersachsen – Probleme und Perspektiven der Integration" sei laut Polat kein geeigneter Beitrag. "Die Wanderausstellung spiegelt die Sichtweise der Landesregierung auf die Muslime wider. Es herrscht großes Misstrauen gegenüber dieser Religionsgruppe. Wieso sonst muss eine Ausstellung über Muslime vom Verfassungsschutz und der Polizei mitgetragen werden", fragte die Abgeordnete. Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben neben ihrem Gesetzentwurf zur Abschaffung der verdachtsunabhängigen Kontrollen vor Moscheen auch eine Anfrage zu einem aktuellen Vorfall eingebracht mit dem Titel "Islamfeindlicher Übergriff auf muslimische Studentin".

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