

Bei einem Reifenhersteller in Dissen (Landkreis Osnabrück) sind am 19. November 2009 drei Lagerhallen abgebrannt. Durch das Feuer kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die Anwohner wurden aufgefordert, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten, da durch den Brand Giftstoffe freigesetzt wurden. Der Fachzug Messen und Spüren der Kreisfeuerwehr Osnabrück hat in den angrenzenden Gemeinden und an der Einsatzstelle Schadstoffmessungen durchgeführt. Zeitweise wurden kurzfristig erhöhte Konzentrationen von Brandgasen festgestellt. Die Messungen wurden kontinuierlich bis zum Freitagnachmittag weitergeführt. Der Schaden wurde auf einen Millionenbetrag geschätzt. Verletzt wurde niemand. Das Feuer war zwischen zwei Lagerhallen an einem Stapel Reifen ausgebrochen. Mehrere Arbeiter hatten zunächst versucht, das Feuer zu löschen. Beim Eintreffen der Feuerwehr griffen die Flammen bereits auf die Lagerhallen über. Mehr als 350 Einsatzkräfte mit 65 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Polizei des Landkreises Osnabrück waren im Einsatz. Ein Einsatzschwerpunkt war von Anfang an der Schutz eines Chemikalien- und Öllagers. Durch gezielte Maßnahmen gelang es, dass Feuer unter Kontrolle zu bringen. Brände zu bekämpfen ist sicherlich eine der Hauptaufgaben, die Feuerwehren überall auf der Welt übernehmen müssen. Die Verhinderung von Bränden, bevor sie entstehen, oder zumindest deren Ausmaß kontrollierbar zu machen, ist aber Aufgabe des vorbeugenden Brandschutzes.
Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen haben nicht verhindern können, dass es zu einem so schwerwiegenden Brand in Dissen kommen konnte. Nur die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr konnte letztendlich schlimmeres verhindern. Der Landkreis Osnabrück war die zuständige Behörde für den "Vorbeugenden Brandschutzes" in diesem konkreten Fall, dessen originäre Aufgabe es ist, durch bauliche und betriebliche Maßnahmen der Entstehung eines Brandes und vor allem der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorzubeugen.
Ich frage die Landesregierung: