

Auf Einladung der Kreistagsfraktion und der Landtagsabgeordneten der Region Filiz Polat von Bündnis 90/Die Grünen besuchte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und jugendpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Miriam Staudte die Belmer Integrationswerkstatt. Im Mittelpunkt des Gespräches der Politikerinnen mit dem stellvertretenden Leiter Christoph Hessler, Birgit Zimmann und Katharina Dunst standen die notwendigen politischen Maßnahmen für die Setzung von verlässlichen Rahmenbedingungen für die Jugendwerkstätten im Allgemeinen. Miriam Staudte war begeistert von der Vielfalt des Angebotes: "Die Arbeit der Jugendwerkstatt leistet vorbildliche Arbeit. Allerdings müssen wir auch zukünftig die entsprechenden finanziellen Planungssicherheiten schaffen, was nur mit einer angemessenen institutionellen Förderung zu realisieren ist."
Katharina Dunst, sozialpädagogische Mitarbeiterin und zuständig für Projekte zur Qualifizierung von Hartz IV – Empfänger/innen, bat die Abgeordneten sich auch für Finanzierungsmöglichkeiten von Schulabschlüssen für sozial Benachteiligte in der BIW einzusetzen. Nach dem Besuch einer Hauptschulabschlussklasse wurde deutlich, dass einige junge Erwachsene ihren Kurs selber finanzieren müssen und dass dies teilweise nur durch Paten ermöglicht werden kann. Dies liege, so Polat und Staudte, an den für die Betroffenen zu hohen Einstiegshürden der Bundesagentur für Arbeit, die Hauptschulabschlüsse nur noch über das SGB III und nicht mehr über das SGB II finanziere.
Der stellvertretende Leiter betonte den hohen Qualitätsanspruch der Einrichtung, der ein Baustein für die erfolgreiche Vermittlungsquote sei. Filiz Polat stimmte zu und wies darauf hin, dass insbesondere bei Qualifizierungsmaßnahmen auch die Qualität selber gewährleistet sein muss: "Die Vermittlung von jungen Menschen durch die MaßArbeit und die Agenturen sollte diesem Anspruch entsprechen. Der Kostendruck darf sich nicht auf die Qualität auswirken."
Das Erfolgsrezept der Werkstatt, so Birgit Zimmann, sei vor allem die individuelle Betreuung und die entsprechende Suche nach individuellen Lösungen für die jungen Erwachsenen. Verlässlichkeit und der konstante Kontakt zu den Betrieben vor Ort seien enorm wichtig. "Diese Arbeit zahlt sich langfristig nicht nur für die Jugendlichen aus, sondern letztendlich auch für die gesamte Gesellschaft", stimmte Staudte der Expertin zu. Die Politikerinnen wurden mir einer Liste von Wünschen und Forderungen an die Landespolitik verabschiedet. Die Abgeordneten versprachen, den ungelösten Problemen der Jugendwerkstätten nachzugehen und bald wieder von sich hören zu lassen.
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Von links nach rechts: Katharina Dunst, Birgit Zimmann, Filiz Polat, Miriam Staudte, Annette Specht und Christoph Hessler |