

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für frühkindliche Bildung Miriam Staudte war auf Einladung der örtlichen Fraktionen und der Landtagsabgeordneten für die Region Filiz Polat in die Stadt Osnabrück gekommen. Staudte setzt sich im niedersächsischen Landtag insbesondere für die Interessen von Kindern ein. So fordern die Grünen zum Beispiel eine Verbesserung des Personalschlüssels in Krippen und Kitas.
"Das Nifbe hat eine Vielzahl von kleinen Forschungsprojekten angestoßen, nun müssen die gewonnenen Erkenntnisse flächendeckend umgesetzt werden, sonst verpuffen sie", fordert Staudte. Geschäftführer Sliwka erklärte, dass man derzeit daran arbeite, die Vielzahl an begonnen Transferprojekten auch langfristig zu sichern und kommunal zu etablieren. Staudte betonte, dass man in der frühkindlichen Förderung in Niedersachsen weniger ein Erkenntnisdefizit habe, sondern vielmehr ein Umsetzungsdefizit.
Anke Jacobsen, Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück und Annette Specht in Vertretung für die Kreistagsfraktion wiesen daraufhin, dass die Kommunen die flächendeckende Implementierung von Qualifizierungsmaßnahmen und Projekten im frühkindlichen Bereich finanziell nicht tragen könnten. "Das Land lässt die Kommunen bereits bei den Personalkosten für die Krippen hängen. Ein qualitativer Ausbau wäre wünschenswert. Dazu bedarf es aber mehr finanzieller Unterstützung von oben", so Anke Jacobsen.
Staudte pflichtet bei und ergänzt: "Wir wünschen uns, dass das Nifbe als Sprachrohr der Forschung fungiert und künftig in aktuellen politischen Diskussionen wie um die Personalstandards in Kindertagesstätten Stellung bezieht." Staudte betonte, dass sie sich vorstellen könne, dass das Nifbe sich zu einem Norddeutschen Forschungsinstitut weiterentwickle und andere Bundesländer in die Finanzierung mit einsteigen.