

Die Landtagsgrünen haben das Aus der Landesförderung für die Familien- und Kinderservicebüros scharf kritisiert. Es sei zu befürchten, dass viele der erst in den vergangenen vier Jahren neugegründeten Einrichtungen jetzt wieder geschlossen werden müssten, weil die finanzarmen Kommunen die Kosten nicht alleine tragen könnten, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte in Hannover.
"Es ist immer das gleiche Spiel. Erst feiert die Landesregierung für ein neues Projekt vor allem sich selbst, und kaum ist vor Ort die Arbeit richtig angelaufen, zieht sie sich wieder zurück und lässt die Kommunen auf den laufenden Kosten sitzen. Was dann aus den Projekten wird, ist der Landesregierung offenkundig egal", kritisierte die Grünen-Politikerin. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage Staudtes sei deutlich geworden, dass die Landesregierung offenbar keine Vorstellungen davon entwickelt habe, wie jetzt die Arbeit der Familien- und Kinderservicebüros fortgeführt werden kann.
Allein im Landkreis Osnabrück sind 21 Familien- und Kinderservicebüros betroffen. "Die Abgeordneten insbesondere der Regierungsfraktionen sollten die kurzsichtige Politik ihrer Landesregierung stoppen", ergänzte die regionale Abgeordnete Filiz Polat.
Ebenso wie den Familien- und Kinderservicebüros ergehe es den Mehrgenerationenhäusern, mit denen sich seinerzeit Sozialministerin von der Leyen geschmückt hatte. "Nachhaltige Familienpolitik sieht anders aus", so Staudte.