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11. Februar 2008

Filiz Polat fordert vorbehaltlose Aufklärung des Unglücks von Ludwigshafen

Vertrauensverlust der MigrantInnen gegenüber deutscher Politik verständlich

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Filiz Polat äußerte ihr tiefes Mitgefühl für die Verletzten und Angehörigen der Todesopfer von Ludwigshafen. "Dieser schreckliche Vorfall muss restlos aufgeklärt werden und darf sich nicht wiederholen. Insbesondere muss vorbehaltlos ermittelt werden, ob ein rechtsextremisischer Hintergrund vorliegt", sagte sie. Den "voreiligen Ausschluss" einer rechtsextrem motivierten Brandstiftung bezeichnete Polat als "deplatziert". Das Misstrauen der MigrantInnen in Deutschland gegenüber der Politik sei durch die "ausländerfeindliche Kampagne" Roland Kochs und den Bundesvizevorsitzenden der CDU und niedersächsischen Ministerpräsidenten, Christian Wulff, massiv geschürt worden. Dieser Vertrauensverlust könne nur durch konsequente Unvoreingenommenheit, Verständnis und Offenheit geheilt werden. "Koch und die CDU haben großen Schaden angerichtet. Die aufgerissenen Gräben müssen nun mit viel Vertrauen und Respekt wieder geschlossen werden", sagte Polat. Sie lobte die Feuerwehr für ihren engagierten Einsatz und sagte: "Die Feuerwehrleute verdienen die in der ersten Verzweiflung und Trauer erhobenen und in einigen türkischen Zeitungen wiedergegebenen Vorwürfe nicht. Ihr Einsatz war vorbildlich."

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