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23. April 2009

GRÜNE präsentieren Germany’s next Top-Politicians

Girls’ Day: Mädchen stellen sich in der grünen Fraktion erfolgreich dem Wettbewerb

Die Grünen im Landtag haben alle teilnehmenden Mädchen am heutigen Girls' Day in der Fraktion zu den nächsten Top-Politikerinnen Deutschlands gekürt. Dem Wettbewerb im Diskutieren und Koalieren hatten sich alle 24 Mädchen im Alter zwischen elf und 17 Jahren aus ganz Niedersachsen mit Bravour gestellt. "Solche engagierten und dynamischen Mädchen mit Visionen brauchen wir in der Politik ganz dringend", sagte die frauenpolitische Sprecherin Elke Twesten am Donnerstag (heute) in Hannover.

Die Mädchen begnügten sich nicht damit, ausschließlich den Abgeordneten über die Schulter zu schauen. Beherzt griffen die Teilnehmerinnen zu Stift und Papier und verfassten Petitionen an den Landtag. Die Teilnehmerinnen beschweren sich über das Turbo-Abi, die Unterrichtsversorgung, fordern den durchgängigen Einsatz von Recyclingpapier in Landesbehörden und mehr Sprachunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund. "Mit dem Schreiben von Petitionen lernen die Mädchen, sich direkt an Politik zu beteiligen. Das haben die Teilnehmerinnen genutzt. Sie wussten sehr genau, was sie verändert haben wollen", sagte Filiz Polat, Abgeordnete im Petitionsausschuss. Die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion begleitete zusammen mit Elke Twesten die Mädchen durch den Tag. Auch der Debatte im nachgestellten Plenum mit allen fünf Fraktionen stellten sich die Mädchen gekonnt und diskutierten hitzig den Entschließungsantrag zum Waffenverbot in Privatbesitz.

"Auch der heutige Girls' Day hat wieder gezeigt, dass wir genau richtig lagen, speziell Mädchen in die Fraktion einzuladen", sagte Twesten. Immerhin würden Mädchen im Berufsleben den Männern noch immer weit unterlegen seien, obwohl sie im Durchschnitt die besseren Schulabschlüsse machten. Das liege unter anderem daran, dass Mädchen sich überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufe oder Studienfächer entscheiden. Auch in der Politik seien rund zwei Drittel der Abgeordneten Männer. Im niedersächsischen Kabinett besetzten nur zwei Frauen Ministerinnenposten. "Wir jedenfalls brauchen Mädchen, wie die, die uns heute besucht haben", sagte Polat. "Und wir hoffen, dass wir ihnen heute Lust auf Politik gemacht haben."

 

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