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30. Juni 2011

Türkischverbot ist eine Farce

Filiz Polat: Unternehmen sollen Interkulturalität befördern!

Die Grünen Landtagsabgeordneten Filiz Polat und Helge Limburg haben das "Türkisch-Verbot" eines am Airport Hannover tätigen Sicherheitsunternehmens stark kritisiert. Der rechtspolitische Sprecher Helge Limburg erklärte hierzu: "So lange das Türkischsprechen die Arbeit nicht einschränkt, darf es kein Verbot des Gebrauchs des Türkischen geben. Eine solche Regelung scheint von einem kleingeistigen Nationalismus getragen zu sein, der nicht in eine moderne offene Gesellschaft passt." Die Grünen forderten in diesem Zusammenhang die Bundespolizei auf ihre Auftragnehmer zu überprüfen. "Es wäre interessant zu hören, was die Bundespolizei zu diesem Auftragnehmer und dessen Kriterien am Arbeitsplatz zu sagen hat. Denn ein Unternehmen, welches das Prinzip der Internationalität nicht lebt, sondern im Gegenteil das Sprechen einer Zweitsprache verbietet, gilt es genauer zu überprüfen“, ergänzte Polat.

Ein deutscher Luftsicherheitsassistent mit türkischen Wurzeln hatte vor dem Arbeitsgericht mit seinem Arbeitgeber, der Flug- und Industriesicherheit Service- und Beratungsstelle GmbH (FIS) einen Vergleich geschlossen, dass er sich nur in Pausenzeiten mit seinen Landsleuten in seiner türkischen Muttersprache zu unterhalten habe.

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