Filiz Polat MdL

stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Migration und Flüchtlinge,
Pflege, Senioren, Denkmalschutz

„Bürger gegen 380 kV e.V.“ bei Minister Meyer

Bürgerinitiative aus dem Osnabrücker Nordkreis zu Besuch im Landtag

© Katrin Langensiepen

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Filiz Polat (Bündnis 90/Die Grünen) haben am Mittwoch (17. Mai) Kommunalvertreter aus dem Osnabrücker Nordkreis sowie die die Initiative „Bürger gegen 380 kV e.V.“ den Niedersächsischen Landtag besucht, um sich mit der Abgeordneten und Landwirtschaftsminister Christian Meyer über den Verlauf der geplanten Stromtrasse in den Samtgemeinden Artland und Bersenbrück auszutauschen.

Filiz Polat: „Ich freue mich, dass wir Minister Meyer für ein kurzfristig anberaumtes Gespräch gewinnen konnten. Bei einem so großen Einschnitt wie einer Hochspannungsleitung sollten vorab alle möglichen Trassenverläufe genau geprüft werden. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, die es zu berücksichtigen gilt. Transparenz muss hier an erster Stelle stehen.“

Minister Meyer begrüßte eine intensive Bürgerbeteiligung und die frühzeitige Einbringung von Interessen. Er unterstütze die Forderung nach mehr Erdverkabelungsmöglichkeiten gegenüber dem Bund. Es wäre sinnvoll, wenn nicht nur auf isolierten Teilstücken, sondern auch insgesamt eine vollständige Erdverkabelung zur Konfliktminderung möglich wäre. Dafür müsse allerdings das Bundesgesetz geändert werden. Vorschläge aus Niedersachsen für diese Option wurden bislang von der Bundesregierung aber leider nicht aufgegriffen. Er hoffe jedoch, dass ähnlich wie beim Suedlink auch hier die Vernunft einziehe.

Jochen Fiedler, Vorsitzender des Vereins „Bürger gegen 380 kV e. V.“ erklärt: „Wir folgen den Gedanken des Entwurfs Bundesnetzplan 2030 und dem veröffentlichten Gutachten von der Gemeinde Cappeln. Die 380 kV Leitung Conneforde-Cloppenburg-Merzen sollte als komplett erdverlegte HGÜ-Leitung verlegt werden. Die Leistung der vorgesehenen 380-kV-Drehstromleitung wird zukünftig nicht ausreichen. Für die Prüfung ist ein Moratorium des Raumordnungsverfahrens jetzt zwingend erforderlich.“

 

Hintergrund

Das Unternehmen Amprion plant eine 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung durch den nördlichen Landkreis Osnabrück (Samtgemeinden Bersenbrück, Artland und Neuenkirchen) zu legen. Hier gibt es bisher verschiedene mögliche Trassenverläufe. Die Bürgerinitiative verfolgt Alternativen zur geplanten 380-kV-Leitung.



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