Filiz Polat MdL

stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Migration und Flüchtlinge,
Pflege, Senioren, Denkmalschutz

Aufgesattelt - das Radwege-Special für den Landkreis Osnabrück

 

Der Radverkehr ist ein wichtiger Baustein des Umweltverbundes und des sanften Tourismus in unserem Lande. Die rot-grüne Koalition setzt sich dafür ein, das Radwegenetz weiter auszubauen, vorhandene Lücken zu schließen und in stark frequentierten Bereichen die Leistungsfähigkeit und Qualität der Radwege wie Vernetzung, Beschilderung, etc. sowie die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer bedarfsgerecht zu verbessern. Sie wird deshalb alle Maßnahmen unterstützen, die die Benutzung des Rades erleichtern und seine Rolle als Teil des Umweltverbundes weiter stärken.

Fakten

  • An 53 Prozent der Kreisstraßen im Landkreis Osnabrück befindet sich ein einseitiger oder beidseitiger beziehungsweise abgetrennter Radweg. Der „Fachdienst Kreisstraßen“ betreut damit 365 Kilometer Radwege.
  • Im Geschäftsbereich Osnabrück der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gibt es 731 Kilometer Landesstraßen, die zu 57 Prozent (417 Kilometer) mit einem Radweg ausgestattet sind. Damit liegt Osnabrück im Mittelfeld der Geschäftsbereiche. Spitzenreiter ist Lingen mit einer Ausstattung von 94 Prozent. In ganz Niedersachsen gibt es 8.000 Kilometer Landesstraße, an 4.500 km davon befindet sich ein Radweg.
  • Darüber hinaus gibt es an 75 Prozent (188 von 252 Kilometern) der Bundesstraßen einen Radweg. (Stand: 25. Mai 2012)

 

Anmeldung neuer Radwege

Bürgerinnen und Bürger können Wünsche nach neuen Radwegen jederzeit an ihre KommunalpolitikerInnen herantragen. Diese leiten die Vorschläge an den Landkreis weiter.

Der Landkreis Osnabrück meldet der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbV) regelmäßig wünschenswerte Radwege, die dann nach den einheitlichen Kriterien (Radfahrerpotential, Schulwegsicherung, Tourismus, Machbarkeit und Kostenrelevanz) bewertet werden.

Der Geschäftsbereich Osnabrück der NLStbV stellt daraufhin eine Liste zusammen (zuletzt 2015 aktualisiert), in der eine TOP 10 der priorisierten Radwege enthalten ist. Diese Liste wird dem Land Niedersachsen als „Vordringlicher Bedarf“ gemeldet. Im Radwegekonzept 2012 des Landes gibt es für den Geschäftsbereich Osnabrück darüber hinaus 40 Projekte in der Kategorie „Weiterer Bedarf“.

Das Radwegekonzept des Landes als Steuerungsinstrument enthält alle bekannten Neubauwünsche nach Straßen begleitenden Radwegen im Zuge von Landesstraßen in Niedersachsen. Da die Wünsche die finanziellen Möglichkeiten des Landeshaushalts bei weitem übersteigen, reiht das Konzept die Maßnahmen eben in den oben erwähnten „vordringlichen“ und „weiteren“ Bedarf. Im Ergebnis haben sich 2012 aus den insgesamt 648 Wunschprojekten 133 Radwege herauskristallisiert, die in den nächsten Jahren sukzessive realisiert werden sollen.

Mit Hilfe kommunaler Planungsarbeit oder Kofinanzierung können darüber hinaus sogenannte Gemeinschaftsradwege gebaut werden. Die Kommune übernimmt hierbei einen Teil der Kosten und erreicht damit eine höhere Priorisierung des Projekts. Insgesamt lassen sich auf diese Weise Jahr für Jahr deutlich mehr Projekte realisieren, als es die Landesmittel allein zulassen würden.

Für den Geschäftsbereich Osnabrück sind aktuell die folgenden Top 10 gemeldet:

 

Am 7. Januar 2015 hat das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr eine Liste mit 19 Radwegen veröffentlicht, deren Bau 2015 beginnen wird. Hier geht es zur Liste.

Radwanderwege

Brückenradweg - 300 km - von Osnabrück bis Bremen und zurück

Friedensroute - 170 km - von Münster nach Osnabrück

Darüber hinaus sind vier beliebte Radfernwege und zehn regionale Themen-Touren in das Radverkehrsleitsystem Osnabrücker Land (RAVELOS) eingebunden. Die Wegweisung erfolgt nach hohen Qualitätsstandards und bringt Sie zuverlässig zum Ziel. Mehr…

Auch auf der Themenseite Radeln mit Spaß und System des Landkreises Osnabrück gibt es zahlreiche Informationen zu Fahrradtouren.

Fahrraddiebstahl

Auf eine Anfrage zum Fahrraddiebstahl in Niedersachsen liefert die Landesregierung im Januar 2016 neben Zahlen für ganz Niedersachsen auch Werte für den Landkreis Osnabrück und meinen Wohnort Bramsche. Demnach ist im Zehnjahresvergleich ein deutlicher Rückgang der polizeilich registrierten Fahrraddiebstähle von 59.135 Fällen in 2004 auf  39.170 Fälle in 2014 in ganz Niedersachsen zu verzeichnen.  Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote von 9,65 Prozent (2004) auf 13,66 Prozent (2014) gestiegen.

Für den Landkreis Osnabrück und die Stadt Bramsche gibt es Verlaufszahlen der Jahre 2010 bis 2014:

 


Demnach stagniert die Zahl der polizeilich registrierten Fahrraddiebstähle in Bramsche, während sie im Landkreis Osnabrück zurückgeht. Die Aufklärungsquoten gehen dabei entgegen dem Niedersachsentrend sowohl im Landkreis als auch in Bramsche deutlich zurück.

Zu beachten sei bei den offiziellen Diebstahlszahlen, dass die Dunkelziffern weit höher lägen – laut repräsentativer Dunkelfeldstudie des Landeskriminalamts Niedersachsen kommt auf jeden gemeldeten Fahrraddiebstahl ein nicht gemeldeter. Als wichtigste Schutzmaßnahmen werden eine sensible Auswahl des Abstellorts und die richtige Schlosswahl genannt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sein Fahrrad registrieren zu lassen – beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC),  der Verkehrswacht oder der Polizei.

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