Schriftliche Frage zu Übungen der Bundeswehr auf der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen

Frage Filiz Polat

Wie bewertet die Bundesregierung die Übungen der Bundeswehr auf der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) für Waffen und Munition in Meppen (NDR), trotz Monaten außergewöhnlicher Trockenheit und während der zweithöchsten Waldbrandstufe, die einen Schwelbrand im Moor zu Folge hatten – auch vor dem Hintergrund des Fehlens geländegängiger Löschfahrzeuge?

Antwort des Bundesministeriums der Verteidigung

Die Wehrtechnische Dienststelle 91 (WTD 91) stellt die notwendige Expertise für die zügige Ausstattung der Streitkräfte mit sicheren Waffen und Munition bereit. Wegen der Waldbrandgefahr fanden nur noch Versuche durch die WTD 91 statt, bei denen das Risiko der Ausbreitung von Bränden als insgesamt gering bewertet wurde. Für die Region Meppen hatte der Deutsche Wetterdienst am 3. September 2018 die Stufe 2 („geringe Gefahr“) von 5 des Waldbrandgefahrenindexes festgestellt.

Im vorliegenden Fall wurden Erprobungen zur Nachweisführung mit dem Unterstützungshubschrauber (UH) TIGER durchgeführt.

Die vor Versuchsbeginn durchgeführte Risikobewertung kam zu dem Ergebnis, dass die Versuche mit einem vertretbaren Risiko durchführbar waren. Die Bewertung wurde in Zusammenarbeit zwischen der Schießleitung und der Bundeswehr-Feuerwehr (BwF) Meppen durchgeführt.

Der BwF Meppen ist für die Bekämpfung von Heide- und Moorbränden mit dreizehn Feuerlösch-Kraftfahrzeugen ausgestattet. Hierzu gehören auch Sonderlöschfahrzeuge, wie die sogenannte Feuerlöschraupe. Die langjährigen Erfahrungen in der Bundeswehr bei Moor- und Vegetationsbränden haben gezeigt, dass diese besonders geländegängigen Fahrzeuge geeignet sind, diese zu löschen.

Die besonderen Umstände bei den Löschmaßnahmen bestanden in wechselnden Winden, schwierigem Gelände, der Munitionsbelastung des Bodens und der Besonderheit eines Moorbrandes.

Zusätzlich erschwerte ein technischer Defekt der Löschraupe, wie er trotz regelmäßiger und intensiver Wartung eintreten kann, die weiteren Löscharbeiten. Hierdurch konnte der Brand nicht rechtzeitig gelöscht werden, bevor tiefere Schichten des Moores in Brand gerieten.

Die Brandregulierung erfolgt nunmehr dadurch, dass die Feuchtigkeit des Moorbodens sukzessive erhöht wird

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