Stadt der Zuflucht

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die drei rheinländischen Oberbürgermeister*innen der Städte Düsseldorf, Köln und Bonn der Bundesregierung im Juli 2018 angeboten, in Not geratene Geflüchtete aufzunehmen: "Wir wollen uns gegen die vermeintlich herrschende Stimmung stellen, dass Zäune und Mauern statt eines gerechten europäischen Verteilsystems die Not der Geflüchteten lösen können. Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen."

Diese Initiative reiht sich ein in ein Netzwerk europäischer Städte, die die Abschottungspolitik ihrer nationalen Regierungen nicht teilen und sich zu „Städten der Zuflucht“ erklären. Gleichzeitig war es Anlass für uns, auch im Rahmen der Bürger*innenbewegung Seebrücke das Netzwerk gerade in Niedersachsen aufzubauen. Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen hatte Musteranträge für entsprechende kommunale Initiativen versendet. Nach Osnabrück freuen wir uns jetzt, dass mit Hildesheim und Oldenburg zwei weitere niedersächsische Städte dem Beispiel gefolgt sind.