Pressemeldung Nr. 140 vom

Umwelt- und Strandverschmutzung durch Zigarettenkippen GRÜNE: Bundesregierung muss Umweltabgabe einführen

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen erklärt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung:

„Obwohl die Bundesregierung das ökologische Problem, das von weggeworfenen Zigarettenkippen ausgeht, erkannt hat, tut sie so gut wie nichts dagegen. Giftstoffe aus Zigarettenkippen könnten in die Nahrungskette gelangen. Die Bundesregierung verlässt sich allein auf die EU.

Die Hersteller von Zigaretten müssen an den Kosten der Umweltfolgen beteiligt werden, damit die Kosten nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Die Bundesregierung schließt eine Umweltabgabe für die Hersteller lediglich nicht aus. Da braucht es mehr Klarheit!

Giftige Zigarettenabfälle dürfen nicht in die Umwelt gelangen. An Stränden besteht ein großer Anteil des Mülls aus Zigarettenkippen mit belastenden Folgen für Meeresökosysteme und Meereslebewesen. Hinweise zu den ökologischen Auswirkungen auf Zigarettenpackungen könnten dazu beitragen, dass weniger Kippen in der Umwelt landen.“

Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN-Fraktion für Nordwestniedersachsen, ergänzt: „Es ist ein Unding, dass in Deutschland immer noch für Zigaretten geworben werden darf. Nicht nur die Gesundheit wird geschädigt, auch die Umwelt ist von den Folgen betroffen. Ein Werbeverbot für Tabakprodukte schützt nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch die Umwelt.“

Auf die Kosten für die Reinigung spielt auch Bärbel Kraus, Sprecherin des GRÜNEN-Ortsverbandes Langeoog, an: „Die Verunreinigungen sind mittlerweile ein finanziell belastender Faktor geworden. Nicht nur an den Stränden, auch im Ort und auf der ganzen Insel liegen Zigarettenstummel in Massen. Wir Inselkommunen müssen eben nicht nur den Müll von Schiffshavarien beseitigen, wie es gerade bei der verloren gegangenen Ladung der MSC Zoe der Fall ist. Wir sehen uns auch mit den täglichen Hinterlassenschaften der Raucher*innen konfrontiert. Zigarettenkippen sind hier leider ein ernstes Problem.“

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