Pressemeldung Nr. 269 vom

Aufnahme geflüchteter Kinder ist wichtiger, aber nur erster Schritt Grüne: Corona darf keine Ausrede sein, humanitär zu handeln

Zur Aufnahme von 53 geflüchteten Kindern aus griechischen Flüchtlingslagern im Landkreis Osnabrück erklären Filiz Polat, migrationspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag aus Bramsche, und der Osnabrücker Landtagsabgeordnete Volker Bajus:

„Wir begrüßen die Aufnahmebereitschaft des Landkreises Osnabrück für die Quarantänezeit. Das ist nicht selbstverständlich. Wo andere sich verweigern, zeigt Landrätin Anna Kebschull Haltung und Solidarität. Dafür gilt ihr, ihrer Verwaltung und den Trägern der Jugendhilfe ausdrücklicher Dank.“

Polat: „Die Aufnahme der Kinder aus Griechenland ist ein wichtiges Signal in Richtung Europa, wo die nationalen Regierungen seit Jahren ein unwürdiges Verhalten zeigen, indem sie die katastrophalen Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern dulden, auch Deutschland. Die Bundesregierung hat sich wieder einmal nur aufgrund des Drucks von Bundesländern und Zivilgesellschaft bewegt. Die 58 Kinder sind ein zaghafter Anfang, bei dem es angesichts der Lage in Griechenland und der weltweiten Corona-Pandemie nicht bleiben darf. Gerade jetzt müssen wir uns solidarisch zeigen und die unterstützen, die dieser Pandemie-Katastrophe praktisch schutzlos ausgeliefert sind.“

Bajus: „Ich bin froh, dass Niedersachsen humanitäre Verantwortung übernimmt, indem es die Aufnahme der Kinder ermöglicht. Wenn sich Innenminister Pistorius, wie von ihm angekündigt, trotz der Widerstände in der eigenen Landesregierung für die Evakuierung weiterer Kinder einsetzt, kann er auf unsere Unterstützung zählen.“

Beide Abgeordnete betonen: „Die Aufnahme der 58 Kinder ist ein wichtiger, aber nur ein erster kleiner Schritt. Die Coronakrise darf keine Ausrede sein, humanitär zu handeln. Die Zeit der Sonntagsreden muss ein Ende haben. Leave No One Behind!“

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