Pressemeldung Nr. 293 vom

Fleischbranche Grüne empört über Cloppenburger Alleingang bei Werkverträgen

Bündnis 90/Die Grünen äußern scharfe Kritik an der Cloppenburger Kreistags-CDU, die sich in einer Resolution für die Beibehaltung von Werkverträgen in der Fleischbranche ausgesprochen hatte. Dazu erklärt Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete:

„Die Resolution zeigt, wie sehr die regionale CDU mit den Fleischbaronen verbandelt ist. Sie stellt sich damit klar gegen die Pläne der Bundesregierung, Werkverträge künftig zu verbieten. Es darf hier aber kein weiteres Entgegenkommen mehr geben. Zu oft wurde in der Vergangenheit weggesehen. Das menschenunwürdige System der Werkverträge muss ein Ende haben.“

Christian Meyer, Landtagsabgeordneter ergänzt: „Die Lippenbekenntnisse des CDU-Landesvorsitzenden Althusmann und seiner Agrarministerin Otte-Kinast nach langem Widerstand jetzt doch für die Abschaffung der ausbeuterischen Werkverträge in der Fleischbranche zu sein, werden durch die lokale CDU in den Schlacht-Hochburgen als unglaubwürdig entlarvt. Dort versteht man sich immer noch als Schutzpatron von Tönnies, Danish Crown und Wiesenhof, statt als verantwortungsvolle Politiker*innen für die Menschen die hier mitten unter uns in den Schlachthöfen zu Niedriglöhnen arbeiten und in miserablen Wohnverhältnissen abgezockt werden."

„Wir Grüne wollen menschenwürdige Wohn- und Arbeitsverhältnisse für alle Menschen die bei uns leben und arbeiten. Nur am System Werkvertrag herumdoktern zu wollen, löst das Problem mit Subunternehmen und miserablen Beschäftigungs- und Wohnverhältnissen nicht. Wir wollen 100 Prozent Festangestellte und ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischbranche“, erklärt Anne Rameil aus dem Kreisvorstand der Cloppenburger Grünen abschließend.

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