Pressemeldung Nr. 138 vom

Seelsorge bei der Bundeswehr GRÜNE: Verteidigungsministerium muss endlich praktikable Lösungen für alle Soldatinnen und Soldaten finden!

Zur Forderung nach Seelsorgern für muslimische Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr erklären Filiz Polat, Obfrau im Innenausschuss, und Dr. Tobias Lindner, Sprecher für Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

„Die Bundeswehr hat viele Baustellen, die nicht vorhandene Seelsorge muslimischer Soldatinnen und Soldaten ist eine davon. Es ist an der Zeit, die steigende religiöse Vielfalt der Soldatinnen und Soldaten anzuerkennen und zu würdigen. Musliminnen und Muslime bilden derzeit den größten nichtchristlichen Anteil der Truppe. Die Forderungen des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels sind daher durchaus sinnvoll. Alle Soldatinnen und Soldaten, egal welcher Religionszugehörigkeit, müssen Zugang zu angemessener seelsorgerischer Betreuung haben. Das gilt auch für Muslime. Gerade die Militärseelsorge ist ein unverzichtbarer und essentieller Beitrag für die Betreuung von Soldatinnen und Soldaten und deren Familien. Es muss im eigenen Interesse der Bundeswehr liegen, hierfür Strukturen zu schaffen. Das Bundesverteidigungsministerium ist in der Pflicht, die Jahre alte Forderung nicht weiter zu ignorieren und praktikable Lösungen für den Einsatz von muslimischen Seelsorgern und Seelsorgerinnen für die Soldatinnen und Soldaten zu finden. In anderen Armeen gibt es bereits zahlreiche Militär-Imame, was genau Ministerin von der Leyen daher seit sieben Jahren prüfen lässt, ist ihr Geheimnis. Anstatt ständig nur von der Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber zu fabulieren, könnte damit der Alltag der muslimischen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr tatsächlich verbessert werden. "

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