Pressemeldung Nr. 78 vom

Filiz Polat verschafft sich Überblick vor Ort Moorbrand in Meppen schwelt weiter

Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und Obfrau im Innenausschuss, hat heute (19. September) die Wehrtechnische Dienststelle 91 in Meppen besucht, um sich ein Bild über die aktuelle Lage des vor zwei Wochen ausgebrochenen Moorbrand zu verschaffen. Ein Munitionstest der Bundeswehr hatte den Brand ausgelöst.

Polat: „Die Lage ist ernst. Ich bin froh, dass bisher noch niemand zu Schaden gekommen ist. Die Einsatzkräfte sind im unermüdlichen Dauereinsatz. Mein Dank gilt daher zu allererst den Einsatzkräften der Feuerwehren und des THW. Viele sind hier ehrenamtlich im Einsatz und haben sich dafür Urlaub genommen. Derzeit sind insgesamt 720 Kräfte vor Ort.“

Die Einsatzleitung stelle aktuell auf einen Krisenstab um, der auf einen längeren Einsatz ausgerichtet sei. Die Löscharbeiten im Moor stellten zudem eine besondere Herausforderung an das Material. Nur wenig Gerät sei im Moor geländetauglich. Aktuell seien zwei Löschraupen im Einsatz. Außerdem seien laut Einsatzleitung bereits gesundheitsgefährdende Stoffe gemessen worden. Die Messwerte blieben zurzeit aber unterhalb der Grenzwerte, so dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

„Angesichts dieser Dimension, der Belastung für die Einsatzkräfte und die Bevölkerung, die enormen Auswirkungen auf Umwelt und Klima, wird umso mehr das Bundesverteidigungsministerium eine Erklärung liefern müssen. Im fernen Berlin wird die Lage meines Erachtens völlig unterschätzt“, so Polat. „Ich halte es nach wie vor für grob fahrlässig, dass bei diesen Rahmenbedingungen Munition getestet wurde und wird. Auch bleibt für mich ungeklärt, ob der Landkreis und das niedersächsische Inneministerium gemeinsam mit der Bundeswehr für solche Fälle gerüstet sind und ein abgestimmtes Konzept vorhanden ist.“

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