Pressemeldung Nr. 219 vom

MSC Zoe Polat: Antwort des Bundesverkehrsministeriums ist empörend

Zur Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine mündliche Frage zur MSC Zoe erklärt Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen für Westniedersachsen:

„Die Antwort des Verkehrsministeriums ist empörend. Es wird der Eindruck erweckt, als würde die Suche nach Containern fortgeführt, indem behauptet wird, dass die Suche nach den verlorenen Containern der MSC Zoe „noch nicht beendet“ sei. Dabei hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden (WSA) bereits erklärt, dass die Suche auf deutscher Seite eingestellt wurde. Für uns GRÜNE sind aber gerade zu der Suche, den Bergungsarbeiten und Haftungsfragen noch viele Fragen offen. Hier erwarte ich eine ausführliche Stellungnahme des Ministeriums.

Dass sich das Ministerium bei der Suche nach Containern offensichtlich auf das Motto "freie Fahrt für Schiffe" konzentriert und Mensch und Umwelt keine große Bedeutung zumisst, kann so nicht stehenbleiben. Die Einstellung der Suche nach dem Container mit hochgiftigem Gefahrgut auf deutscher Seite mit der Begründung, es gäbe ‚kein Schifffahrtshindernis mehr’, ist nicht akzeptabel. Die vielen aufgebrochenen Container haben die Nordsee schon schwer genug verunreinigt. Ein ganzer Container voll hochgiftiger Bestandteile kann im schlimmsten Fall zur tickenden Zeitbombe für das Weltnaturerbe Wattenmeer werden. Er muss gefunden und geborgen werden.“

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