Pressemeldung Nr. 28 vom

GRÜNE Pflegewoche Polat besucht Pflegeeinrichtung in Bramsche

Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege wird Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen am kommenden Mittwoch (9. Mai) das Seniorenpflegeheim St. Martinus in Bramsche besuchen. Polat und ihre Kolleg*innen aus der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollen deutschlandweit im Rahmen der „Grünen Pflegewoche“ auf die großen Herausforderungen in der Pflege aufmerksam machen und Pflegekräfte in ihren Forderungen an die Regierung unterstützen.

Denn eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zeigt, dass der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte leergefegt ist. Dabei stellt sich die Personalsituation regional sehr unterschiedlich dar: Niedersachsen belegt einen der letzten Plätze im bundesweiten Vergleich beim Verhältnis offener Stelle zu Arbeitslosen in der Pflege. Sowohl in der Altenpflege als auch im Krankenhaus belegt Niedersachsen Platz 12. Im Krankenhausbereich kommen auf 100 freie Stellen 40 arbeitslose Pflegefachkräfte bei 1.172 offenen Stellen. Hinzu kommt, dass im Krankenpflegebereich die Ausbildungszahlen im Vergleich zu 2014 zurückgegangen sind. In der Altenpflege ist die Situation noch drastischer: Hier fehlen 2.855 Pflegefachkräfte, auf 100 freie Stellen kommen nur 15 Bewerberinnen und Bewerber. Ein problematischer Zustand für die pflegerische Versorgung im zweitgrößten Flächenland.

Die Grünen haben zwei Pflege-Sofortprogramme in den Bundestag eingebracht, in denen sie zusätzlich insgesamt 50.000 Pflegefachkräfte für die Alten- und Krankenpflege fordern. Dabei gilt neben der besseren Bezahlung, eine umgehende Änderung der Arbeitsbedingungen, die Zeit für menschliche Zuwendung ermöglichen.

Es ist dringend notwendig, die regionalen Unterschiede in der Pflege in den Blick zu nehmen. Vergleichende Daten liegen hierzu – z.B. zu Pflegebedürftigen, Angeboten, Personal – jedoch bundesweit nicht vor. „Um die lokal sehr unterschiedlichen Pflegesituationen anzugehen, brauchen Landkreise und Städte Informationen darüber, wie die Nachfrage, das Angebot und der Pflegepersonalbedarf vor Ort aussehen“, so Polat. Die Abgeordnete wird hierzu mit Pflegekräften und Einrichtungsleitungen ins Gespräch kommen.

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