Pressemeldung Nr. 63 vom

Imamweiterbildung Polat fordert klares Bekenntnis zur Fortsetzung der Imamweiterbildung in Osnabrück

Auf Anfrage der GRÜNEN-Bundestagsabgeordneten Filiz Polat teilt das Bundesinnenministerium mit, dass die Weiterbildung von Imamen auf die Tagesordnung der Deutschen Islam Konferenz gesetzt wird. Dazu erklärt Polat:

„In ihrer ersten Regierungserklärung im März 2018 hat die Bundeskanzlerin den klaren Auftrag an den Innenminister gegeben, Strukturen für eine Imamausbildung in Deutschland zu schaffen. Aus dem Bundesministerium des Inneren war davon bisher allerdings nichts zu hören. Es ist ein Fortschritt, dass die Weiterbildung von Imamen nun Thema bei der Deutschen Islam Konferenz sein soll. Wenn die Bundesregierung einer in Deutschland verorteten universitären Imamausbildung aber wirklich große Bedeutung beimisst, dann muss sie sich zu einer Fortsetzung der Imamweiterbildung an der Universität Osnabrück klar bekennen. Hier wurde acht Jahre lang gute und wichtige Arbeit geleistet. Das Pilotprojekt war sehr erfolgreich und sollte nun verstetigt werden. Die Bundesregierung sollte der GroKo in Niedersachsen unter die Arme greifen, um die Weiterbildung in Osnabrück zu ermöglichen.“

„Die Planungen für die Deutsche Islam Konferenz sollten nun zügig vorangetrieben werden. In Anbetracht der zunehmend feindlichen Stimmung gegenüber Muslimen in unserem Land ist hier auch Innenminister Seehofer persönlich gefordert.“

Polat hatte die Berichterstattung in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 16. Juli 2018 zum Anlass genommen, bei der Bundesregierung nachzufragen, welche Maßnahmen diese unternommen hat, um die Schaffung einer Ausbildung von Imamen in Deutschland voranzutreiben und welche Maßnahmen sie unternimmt, um bestehende Angebote zur Weiterbildung von Imamen, wie an der Universität Osnabrück zu erhalten.

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