Pressemeldung Nr. 275 vom

Drohende Dürre Polat fordert Waldschutzplan

2020 droht der dritte Dürresommer in Folge und damit stehen Mensch, Natur, Land- und Forstwirtschaft vor beispiellosen Herausforderungen. Um Ökosysteme, Land und Städte besser gegen die Dürre zu wappnen, hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag (6. Mai) den Antrag „Dürre bekämpfen, Land und Städte widerstandsfähig aufstellen, in Klimaschutz investieren“ in den Bundestag eingebracht. Mit einem bereichsübergreifenden Maßnahmenpaket soll künftig noch stärker in den Klimaschutz investiert werden.

Dazu erklärt Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete für Westniedersachsen: „Man muss kein ausgewiesener Experte sein, um zu sehen, dass wir schon wieder einer Dürre entgegensteuern. Ein Blick in den eigenen Garten oder in den städtischen Park genügt. Es ist bereits jetzt wieder viel zu trocken und die Waldbrandgefahr damit deutlich erhöht.

Es droht der dritte Dürresommer in Folge. Dabei hätte die Bundesregierung spätestens nach dem Dürresommer 2018 einen Plan auf den Tisch legen müssen. Den bleibt sie aber bis heute schuldig.

Mono-Kultur-Nadelwälder können der Klimakrise wenig entgegensetzen. Wir fordern, unseren Wald flächendeckend in einen klimagerechten, naturnahen Wald umzubauen. Nur durch eine lückenlose ökologische Bewirtschaftung werden unsere Wälder weniger anfällig für die Folgen einer erneuten Dürre. Wir brauchen naturnahe Wälder mit standortgerechten, heimischen Baumarten in allen Altersstufen. Sie sind besser gegen Waldbrände und die Klimakrise insgesamt gerüstet und ökologisch viel vorteilhafter als Nadelbaummonokulturen.“

Die Neben einem Waldschutzplan und einem Waldzukunftsfonds fordert die GRÜNEN-Fraktion in ihrem Antrag u.a. eine Urwald-Offensive, um das Wildnisziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie auf 5 Prozent der Waldfläche schnellstmöglich umzusetzen. Darüber hinaus soll eine flächendeckende ökologische Bewirtschaftung der Wälder und die Ausrichtung der guten fachlichen Praxis an ökologische und klimarelevante Mindeststandards für eine naturnahe Waldwirtschaft gefördert werden.

Den vollständigen Antrag gibt es hier.

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