Pressemeldung Nr. 82 vom

Moorbrand in Meppen Polat fragt Bundesregierung nach gesundheitlichen Folgen für Bevölkerung

Vor dem Hintergrund des weiter anhaltenden Moorbrandes und der damit verbundenen starken Rauchentwicklung auf dem Bundeswehrgelände WTD 91 in Meppen hat Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, heute (26. September 2018) die Befragung der Bundesregierung genutzt, um nach gesundheitlichen Belastungen für die Menschen in der Region zu fragen.

Filiz Polat: „Bisher werden keine offiziellen Messergebnisse offengelegt, obwohl unabhängige Experten durchaus von erhöhten Schadstoffwerten in der Luft sprechen. Diese seien zwar unterhalb der geltenden Grenzwerte, wie hoch sie aktuell liegen und in den vergangenen Wochen lagen, ist uns aber nicht bekannt. Auf meine Frage ob Messungen erst ab dem 18. September vorgenommen wurden und ob die Messergebnisse nun offengelegt werden, habe ich von der Bundesregierung leider keine Antwort bekommen.“

Die Bundesregierung verweist bei der Beantwortung darauf, dass die örtlichen Behörden und das Land die Messungen vornähmen. Eigene Messungen im Verantwortungsbereich des Bundesverteidigungsministeriums fänden nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten statt.

Polat: „Zu all den Versäumnissen der Bundeswehr bei diesem Moorbrand kommt nun auch noch die Tatsache, dass sie selbst nicht in der Lage zu sein scheint, die Folgen für die Bevölkerung zu messen. Ich fordere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf, in Bezug auf gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung endlich für Klarheit und Offenheit zu sorgen. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, was der Brand für Folgen hat.“

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