Pressemeldung Nr. 221 vom

MSC Zoe Polat: Gefahrgutcontainer muss gefunden werden

Nach widersprüchlichen Angaben des Bundesverkehrsministeriums zur Suche nach havarierten Containern der MSC Zoe hat Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, eine weitere schriftliche Frage an die Bundesregierung gestellt. Zur Antwort des Verkehrsministeriums erklärt Polat:

„Mir drängt sich der Verdacht auf, dass bei der Suche nach über Bord gegangenen Containern lediglich der reibungslose Ablauf der Schifffahrt im Fokus steht, drohende Umweltverschmutzungen aber keine große Rolle spielen. Die Suche nach Containern sei zwar noch nicht offiziell beendet, die Bergungsarbeiten aber abgeschlossen, weil ‚kein Schifffahrtshindernis mehr detektiert werden‘ konnte.

Damit stellt sich auch die Frage, welche Bereiche das Suchgebiet umfasst. Es kann nicht sein, dass nur hochfrequentierte Wasserstraßen untersucht werden, während ein Gefahrgutcontainer mit hochgiftigem Inhalt irgendwo auf dem Meeresgrund liegt. Dieser muss gefunden werden, sonst droht eine schleichende Umweltkatastrophe.

Das Bundesverkehrsministerium trägt Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und auch gegenüber dem Weltnaturerbe Wattenmeer. Das Ministerium handelt fahrlässig, wenn die Suche des Gefahrgutcontainers und der weiteren rund 20 vermissten Container allein der Fischereiflotte überlassen wird.“

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