Pressemeldung Nr. 16 vom

Nachzugsberechtigte Familien Polat: Machen, nicht prüfen!

Auf Anfrage von Filiz Polat, Sprecherin für Migration und Integration der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, ob es seitens der Bundesregierung Überlegungen gebe, die Speichersachverhalte im Ausländerzentralregister so zu fassen, dass der Familiennachzug zu anerkannten Geflüchteten und subsidiär Schutzberechtigten erfasst wird, erklärt das Auswärtige Amt nun, dass die Bundesregierung derzeit prüfe, auf welche Art und Weise der Familiennachzug künftig erfasst wird.

Dazu erklärt Filiz Polat: „Seit Jahren wird im Zuge der Einschränkung des Familiennachzuges über die Größenordnung gestritten. Bis heute kann die Bundesregierung aber keine konkreten Zahlen nennen, wie viele Menschen überhaupt über den Familiennachzug nach Deutschland kommen. Während vorsichtig von 40.000 Nachzugsberechtigten die Rede ist und die wildesten Spekulationen bis zu sechs Millionen Menschen reichen, fordern wir die Bundesregierung auf, den Familiennachzug endlich systematisch zu erfassen. Und es wäre so einfach: Mit einer simplen Änderung der entsprechenden Ausländerzentralregister-Verordnung ließen sich die nötigen Daten leicht erheben. Da muss man nichts prüfen, da muss man einfach mal machen. Und dann haben die unsäglichen Spekulationen um eine mögliche Größenordnung auch endlich ein Ende“, so die Bundestagsabgeordnete.

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