Pressemeldung Nr. 291 vom

Flagge zeigen! Polat: Noch viel zu tun in der deutschen Queerpolitik

© Pixabay

„So eine CSD-Saison 2020 hat niemand erwartet. Wegen Einschränkungen im öffentlichen Leben wird der CSD in Osnabrück nicht wie gewohnt mit einem Demonstrationszug stattfinden. Es ist aber wichtig, auch 2020 Regenbogenflagge zu zeigen, für Respekt und Anerkennung der Vielfalt einzutreten sowie Hass und Diskriminierung zu bekämpfen“, sagt Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus Bramsche.

Auch wenn Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) zunehmend offen leben, bleibt Diskriminierung im Alltag ein großes Problem. Mit dem Ergebnis, dass über 40 Prozent der LSBTI in Deutschland ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität aus Angst vor Diskriminierung nicht offen leben.

„Es ist gibt daher noch viel zu tun in der deutschen Queerpolitik. Laut dem Index der Rainbow Map erfüllt Deutschland aktuell 51 Prozent der von International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association aufgestellten Kriterien für eine komplette Gleichstellung von LSBTI Personen. Wir zeigen also weiterhin stolz und kämpferisch die Regenbogenflagge. Mit Abstand die beste Idee“, so Polat.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert neben der Gleichstellung von Regenbogenfamilien, dem Ausbau der Coming-Out-Beratung und einem bundesweiten Aktionsplan „Vielfalt leben“ gegen Homophobie und Transfeindlichkeit vor allem die Ergänzung des Grundgesetzes um ein Diskriminierungsverbot wegen sexueller Identität.

Mehr zu den Themen finden Sie hier.

Zurück zum Pressearchiv