Zu den gestiegenen Einbürgerungszahlen erklärt Filiz Polat, Migrationsexpertin von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag:
"Unsere Reform des Staatsangehörigkeitsrechts von 2024 ist eine Erfolgsgeschichte. Die deutlich gestiegenen Einbürgerungszahlen zeigen, dass viele Menschen, die längst ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben, die Möglichkeit nutzen, ihre Zugehörigkeit auch rechtlich sichtbar zu machen.
Wer sich einbürgern lässt, entscheidet sich bewusst für unser Land. Die Voraussetzungen für eine Einbürgerung bleiben dabei anspruchsvoll. Regelmäßig wird versucht von rechter Seite diese Erfolgsgeschichte in Frage zu stellen.
Umso gefährlicher ist der aktuelle Versuch, das Staatsangehörigkeitsrecht zum Gegenstand parteipolitischer Verhandlungen zu machen. Das sendet ein falsches Signal an Menschen, die längst Teil unserer Gesellschaft sind, fördert Verunsicherung und Spaltung und spielt letztlich vor allem den Rechtsextremen in die Hände. Stattdessen braucht es ein klares Bekenntnis zu einem modernen Einwanderungsland und zu den Menschen, die Verantwortung für ihre Zukunft in Deutschland übernehmen."