Pressemeldung Nr. 225 vom

MSC Zoe Polat: Vorgang muss aufgeklärt und Container geborgen werden

Zur Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine mündliche Frage zur Havarie der MSC Zoe erklärt Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen:

„Die Suche nach havarierten Containern entwickelt sich zu einem einzigen Schlamassel. Die Antwort des Verkehrsstaatssekretärs wirft mehr Fragen auf als sie Antworten liefert. Auf einmal heißt es, es wurde nur ein Drittel der Container geborgen. Demnach liegen noch rund 60 Container auf deutschem Gebiet in der Nordsee.

Auch wurden nur stichprobenweise einzelne Planquadrate des gesamten Gebietes abgesucht, auf dem Container auf Grund liegen könnten. Und auch nur unter der Prämisse, Schifffahrtshindernisse zu finden. Nach Gefahren für die Umwelt wird also gar nicht gesucht und der Gefahrgutcontainer mit hochgiftigem Inhalt bleibt einfach auf Grund liegen.

Weiterhin gilt es zu klären, ob das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden mit der bestmöglichen Technik ausgestattet ist, die über den neuesten Stand der Technik verfügt. Darüber konnte der Staatssekretär auch nicht Auskunft geben. Es bleibt die Frage, ob nur stichprobenweise gesucht wurde, weil die vorhandene Technik nicht mehr hergibt.“

Weiter heißt es in der Antwort des Staatssekretärs, dass die Suche nach den verlorenen Containern noch nicht abgeschlossen sei und  weiterhin laufe. „Auch hier kommt es immer wieder zu widersprüchlichen Angaben. Mal heißt es, die Suche ist abgeschlossen und das Ergebnis werde überprüft. Dann wird aber doch weitergesucht. Es ist an der Zeit, dass Transparenz in die Sache kommt“, so Polat abschließend.

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