Wind statt Gas Nach Nordsee-Gipfel: Grüne fordern Ende der Erdgasbohrungen vor Borkum

Die beiden Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Filiz Polat und Julia Verlinden, begrüßen den Beschluss des Nordsee-Gipfels, die Anstrengungen zum Ausbau der Offshore-Windenergie zu verstärken. Sie mahnen aber, dass Deutschland dabei nicht zum Bremsklotz dieser Nordsee-Allianz wird.

Julia Verlinden, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Co sind Freiheits- und Sicherheitsenergien mit denen Abhängigkeiten von fossilen Energien und Erpressbarkeit überwunden werden kann. Die Gier nach fossilen Energien ist immer wieder Ursache kriegerischer und völkerrechtswidriger Aggressionen und geht mit erheblichen Naturzerstörungen einher. Daher ist es gut, dass die Nordsee-Anrainerstaaten ihre Anstrengungen zum Ausbau der Offshore-Windenergie nun verstärken wollen.“

Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete aus Bramsche: „Mit der Erklärung von Hamburg erkennen Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche endlich offiziell an, dass die Erneuerbaren unseren Strom günstiger und Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Damit die Bundesregierung die Ziele des Nordsee-Gipfels aber nicht gleich wieder aus den Augen verliert, müssen die vor Borkum geplanten Gasbohrungen nun endlich gestoppt werden. Die volle Konzentration muss auf den Erneuerbaren liegen.“

Die beiden Abgeordneten kritisieren die in unmittelbarer Nähe zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer geplanten Gasbohrungen seit langem und fordern ein Ende der Pläne. Das Gas vor Borkum werde für Deutschlands Versorgungssicherheit nicht benötigt, die Förderung berge zu große Risiken für das sensible Ökosystem.

Auch im Rahmen der Offshore-Windenergie weisen die beiden Abgeordneten darauf hin, dass Umweltstandards eingehalten werden müssten. Der Naturraum Wattenmeer sei sensibel, weshalb Leitungen und Stromtrassen naturverträglich und gebündelt geplant werden müssten.

Zurück zum Pressearchiv