Zu dem jüngsten Erdbeben in der niederländischen Region Groningen, dass das mit 3,4 drittstärkste dort jemals gemessene war, erklärt Filiz Polat, regional zuständige Bundestagsabgeordnete für Westniedersachsen von Bündnis 90/Die Grünen:
„Ich bin zunächst einmal froh, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Dennoch haben Dutzende Hausbesitzer*innen Schäden an ihren Gebäuden gemeldet. Das zeigt, dass das jahrzehntelang betriebene Fracking hier noch bis in die Zukunft hinein wirkt - obwohl die Niederlande aufgrund der Erdbebengefahr bereits aus der Gasförderung in der Region Groningen ausgestiegen ist.
Wir sollten das als letzte Warnung nehmen und die Pläne für eine Gasförderung vor Borkum sofort einstellen. Wie die Region Groningen zeigt, sind die Gefahren der Erdgasbohrung auf Jahrzehnte nicht abschätzbar. Für unser Weltnaturerbe Wattenmeer wäre das eine Katastrophe.
Die geplante Erdgasförderung vor Borkum ist ein Geschenk der Bundesregierung an die Gaslobby. Denn für die Versorgungssicherheit in Deutschland brauchen wir dieses Gas nicht. Noch ist es nicht zu spät, dass sensible Ökosystem Wattenmeer vor Borkum zu schützen.“